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Eigene Zustellung (delivery: none) ​

Standardmässig (delivery: "ratum") lädt ratum die Signer per E-Mail ein und erinnert sie. Mit delivery: "none" übernimmt dein System die Zustellung: ratum verschickt keine Einladungen, Erinnerungen oder erneuten Einladungen an Signer, und du holst den Signier-Link per API ab und lieferst ihn selbst aus, z. B. in deinem Kundenportal oder per eigener Mail. Benachrichtigungen an dich als Eigentümer bleiben.

Ablauf ​

  1. Beim Senden "delivery": "none" angeben, bei createAndSend oder POST /documents/{id}/send. Das Dokument trägt danach delivery: "none".
  2. Sobald ein Signer an der Reihe ist (Webhook signer.activated), den Link abrufen:
http
POST /api/v1/documents/{document_id}/signers/{signer_id}/link HTTP/1.1
Authorization: Bearer ratum_live_…
json
{ "url": "https://ratum.ch/sign/eyJ…", "expires_at": "2026-11-04T09:12:44Z" }

Der Key braucht den Scope signers:link. Einen Idempotency-Key braucht die Route nicht.

  • Nur bei delivery: none, nur bei versendetem Dokument und nur für den aktuell aktiven Signer mit laufender Frist, sonst 409 conflict.
  • Jeder Abruf erzeugt einen neuen Link; der vorher ausgegebene wird ungültig. Das gilt auch, wenn du einen Abruf nach einem Timeout wiederholst. Liefere also immer den zuletzt abgerufenen Link aus.
  • Ein Abruf verlängert die Signierfrist nicht. expires_at bleibt wie beim Versand gesetzt.
  • POST …/resend ist bei delivery: none nicht möglich (409); erinnere den Signer selbst.
  • Der Link ist ein Geheimnis: Wer ihn hat, kann signieren. Nicht loggen, nicht in URLs von Drittsystemen, nur an den Signer.
  • Links erscheinen nie in Webhook-Payloads, Logs oder im Audit-Trail. Du musst sie aktiv abrufen.

Beweiskraft ​

Bei ratum-Zustellung belegt die Einladung per E-Mail, dass der Signer Zugriff auf sein Postfach hatte. Bei delivery: none kann ratum das nicht belegen. Audit-Trail und Audit-Report weisen den Zustellkanal deshalb als integrator aus, und jeder Link-Abruf wird mit der ID des API-Keys protokolliert. Prüfe, ob diese Beweiskraft für deinen Anwendungsfall genügt, und authentisiere den Signer in deinem System entsprechend.

Datenschutz (AVV/DPA) ​

Bei delivery: none verarbeitest du Signer-Daten und Signier-Links selbst. Die Rollenverteilung zwischen dir und ratum (Verantwortlicher bzw. Auftragsverarbeiter) soll per Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV/DPA) für API-Kunden geregelt werden. Diese Regelung ist noch nicht abgeschlossen. Sie muss geklärt und der AVV unterzeichnet sein, bevor du delivery: none im Live-Betrieb einsetzt. Wende dich dafür an deinen ratum-Ansprechpartner. Siehe auch die Checkliste für den Wechsel auf Live.

Im Test-Modus ist delivery: none immer aktiv.

ratum · Talent Factory GmbH